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Sanieren, wenn andere nur streichen

Sanieren, wenn andere nur streichen

Eine neue Heizung ist keine Kleinigkeit. Aber sie ist auch nicht das, was sie auf der Rechnung zunächst scheint, denn in Wien zahlt die Stadt kräftig mit. Wir zeigen dir, was 2026 möglich ist und in welcher Reihenfolge du am besten vorgehst. Es gibt zwei Arten, ein Zuhause besser zu machen. Die eine sieht man…

Eine neue Heizung ist keine Kleinigkeit. Aber sie ist auch nicht das, was sie auf der Rechnung zunächst scheint, denn in Wien zahlt die Stadt kräftig mit. Wir zeigen dir, was 2026 möglich ist und in welcher Reihenfolge du am besten vorgehst.

Es gibt zwei Arten, ein Zuhause besser zu machen. Die eine sieht man sofort: frische Farbe, neue Fliesen, ein anderes Licht. Die andere spürt man erst im Jänner, wenn die Rechnung kommt.

Genau darum geht es beim Unterschied zwischen Renovieren und Sanieren. Renovieren macht schöner. Sanieren macht günstiger im Betrieb und wird deshalb gefördert.

Wien fördert den Umstieg kräftig

Über die Initiative „Raus aus Gas“ unterstützt die Stadt Wien den Wechsel von fossilen Heizungen auf hocheffiziente Systeme. Gefördert werden Errichtung, Umstellung und Nachrüstung von Heizungsanlagen, die mit erneuerbaren Energieträgern oder Fernwärme betrieben werden, mit bis zu 35 Prozent der förderbaren Kosten.

Wie viel bei dir herauskommt, hängt davon ab, ob du in einem Eigenheim oder in einer Wohnung sanierst, welches System du wählst und wie hoch die anerkannten Kosten ausfallen. Die Obergrenzen und Voraussetzungen findest du tagesaktuell auf der Seite der Stadt Wien.

→ Alle Details zu „Raus aus Gas“ auf wien.gv.at

Wer ganz auf Gas verzichtet, bekommt mehr

Zusätzlich zur Heizungsförderung gibt es die Dekarbonisierungsprämie. Bis zu 1.500 Euro können Mieter:innen oder Eigentümer:innen beantragen, wenn sie an ihrem gemeldeten Hauptwohnsitz bei Heizung, Warmwasser und Kochen vollständig auf Gas verzichten und den Gasanschluss abmelden.

Das ist ein eigener Antrag und lohnt sich, wenn du ohnehin komplett umsteigst.

Die Reihenfolge entscheidet

Hier liegt der Punkt, an dem sich bares Geld entscheidet, und er ist schnell erklärt:

Der Antrag kommt vor der Beauftragung. Nicht danach.

So gehst du vor:

→ 1. Angebote einholen. Kostenvoranschläge gehören zu den Antragsunterlagen
→ 2. Technik abklopfen. Nicht jede Anlage passt in jedes Gebäude, und die Stadt Wien knüpft die Förderung an technische Voraussetzungen. Das gehört vorher besprochen, nicht nachher
→ 3. Antrag stellen. Über den Infopoint für Wohnungsverbesserung, die gemeinsame Anlaufstelle von MA 25 und MA 50
→ 4. Bewilligung abwarten, dann beauftragen

Und der Bund?

Die Mittel der Sanierungsoffensive 2026 sind ausgeschöpft, neue Registrierungen sind derzeit nicht möglich. Bereits eingereichte Anträge bleiben gültig und werden weiterbearbeitet. Für die Jahre bis 2030 sind jährlich 360 Millionen Euro vorgesehen, ein Starttermin für die nächste Runde ist noch nicht veröffentlicht.

Für dich heißt das: Wer jetzt plant, Angebote einholt und die technischen Fragen klärt, steht bereit, sobald die Bundesmittel wieder aufgehen. Und die Wiener Förderung läuft in der Zwischenzeit ohnehin weiter.

Am besten fragst du direkt nach

Welches System zu deinem Gebäude passt, was es kostet, wie du es finanzierst und wie du dich danach richtig versicherst: Das sind vier Fragen, die zusammengehören und die man schwer allein am Küchentisch löst.

Genau dafür gibt es die Erste Wohnmesse. Am 8. November 2026 am Erste Campus in Wien findest du alles rund ums Wohnen, Finanzieren und Versichern an einem Tag und unter einem Dach. Über 40 Aussteller, Beratung ohne Terminstress und Expert:innen, die auf deine konkrete Situation eingehen statt auf den Durchschnittsfall.

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